Anfänger im Online-Business – Was ich unterschätzt habe

Als Anfänger im Online-Business bin bereit, viel zu geben. Abends, nachts, an freien Tagen – weil ich raus will aus der Schichtarbeit und mir etwas Eigenes aufbauen möchte. Was ich dabei unterschätzt habe: Gute Arbeit und Ergebnisse sind nicht automatisch miteinander verbunden. Man kann richtig viel Herz und Zeit in ein Projekt stecken, und trotzdem kommt erstmal kaum etwas zurück. Genau über diese Lücke schreibe ich hier – über das, was ich mir am Anfang leichter vorgestellt habe und was in der Realität ganz anders läuft.

Ich dachte als Anfänger im Online-Business: Wenn die Qualität stimmt, wird es sich zeigen

Ich dachte am Anfang als Anfänger im Online-Business wirklich: Wenn die Qualität stimmt, dann wird sich das irgendwann zeigen. Nicht sofort, aber Schritt für Schritt. Ich habe meine Bücher nicht einfach irgendwie hingeklatscht. Ich habe mir Gedanken gemacht, ich habe Zeit reingesteckt, ich habe an den Details gefeilt. Und trotzdem ist genau das der Punkt, der mich am meisten triggert: Es reicht nicht.

Ich bekomme Rückmeldungen. Nicht nur von Freunden, die nett sein wollen, sondern auch von Leuten, die bei KDP wirklich schon Ergebnisse haben. Und die sagen nicht: „Ja, ist ganz süß“, sondern: „Das ist gut.“ Ich soll nicht aufgeben, lang kann der Erfolg nicht mehr auf sich warten. Aber die Rückmeldungen ändern nichts daran: Die Bücher gehen nicht.

Mit meinem Lieblingsbuch „Mutig wie Malaika“ war ich kurz auf Rang 8.644. Das war nicht „ich bin plötzlich Bestseller“, aber es fühlte sich gut an. Keines meiner Bücher kam danach nochmal auf einen vierstelligen Rang. Und jetzt, bald ein Jahr später, während ich diesen Beitrag schreibe: Platz 521.900. Und ich sitze da und frage mich: Warum?

Was ich daran unterschätzt habe, ist weniger die Arbeit an sich. Ich habe kein Problem damit, bis Mitternacht am Rechner zu sitzen. Ich kann Freizeit opfern, wenn ich das Gefühl habe, es bringt mich näher an mein Ziel. Ich habe nicht angefangen, um „mal zu schauen“. Ich will langfristig raus aus der Schichtarbeit, ich will etwas machen, was mir Spaß macht, ich will nicht nur im Urlaub das Leben leben. Aber ich komme nicht weiter. Ich mache etwas, das mir sogar Spaß macht, ich finde es selbst gut, andere finden es gut – und trotzdem bringt es mich nicht weiter.

Und dann geht man auf die Suche nach dem Fehler. Irgendwas muss ich übersehen. Irgendeine Stellschraube passt nicht. Es ist für mich nicht nur ein Projekt, sondern ein Leben, das ich verändern will.

Notiz an mich:

Ich darf Qualität nicht mit Sichtbarkeit verwechseln.“

Was ich als Anfänger im Online-Business unterschätzt habe: Marketing entscheidet alles

Ich habe nicht gedacht, dass das leicht wird. Mir war klar, dass man dranbleiben muss und Arbeit reinsteckt. Was ich unterschätzt habe, ist das Marketing. Ich mache meine Sachen, ich bringe Bücher raus, ich gebe mir Mühe – und trotzdem komme ich an den Punkt, an dem ich mich frage, was ich falsch mache.

Ich habe Ads ausprobiert, weil mir gesagt wurde, ohne geht es nicht. Ich habe geschaltet, angepasst und getestet. Am Ende frisst die Werbung bei mir alles auf. Sobald ich sie ausschalte, passiert wieder gar nichts. Das ist das, was mich so nervt: Ich arbeite, ich probiere, ich bin dran, aber ich sehe keine Bewegung.

TikToks habe ich ebenfalls für die Buchwerbung erstellt. Ich habe nicht einfach nur Videos hochgeladen. Ich habe Accounts aufgewärmt, gefolgt, gelikt, kommentiert – so wie es überall empfohlen wird. Virale Videos habe ich trotzdem keine. Wenn ich mal 1.000 Aufrufe knacke, ist das schon gut. Und irgendwann kommt dann automatisch diese Frage: Warum bekommen es andere hin und ich nicht?

Ich kann gute Bücher erstellen. Das ist nicht mein Problem. Mein Problem ist, dass ich die Bücher nicht in die Sichtbarkeit bekomme. Und solange das so bleibt, fühlt es sich an, als würde ich mich im Kreis drehen.

Notiz an mich:

Ich muss erst das Marketing lernen, nicht noch mehr Bücher erstellen.

Warum „ausprobieren“ härter ist, als es klingt

Egal welches Geschäftsmodell ich mir als Anfänger im Online-Business angeschaut habe, es klang am Anfang immer machbar. Nicht, weil ich dachte „easy“, sondern weil es so verkauft wird. Es gibt immer irgendwo jemanden, der sagt: „Mach das so und so, dann läuft das.“ Und ich glaube sogar, dass es bei manchen auch läuft. Nur wird dabei oft unterschlagen, wie viel man nebenbei noch können muss, bis überhaupt mal etwas passiert. Bei Kursen werden gerne nur einzelne Testimonials gezeigt, bei denen es richtig gut gelaufen ist. Das setzt im Kopf sehr schnell einen Vergleich, der mit der eigenen Realität erstmal wenig zu tun hat. Und wenn es dann nicht klappt, kommt man sich echt blöd vor. Dabei gehört nicht nur Können dazu, sondern manchmal auch Geld, manchmal Glück.

Wenn ich dann wirklich anfange, merke ich erst, was alles dranhängt. Es ist nicht nur „die Sache machen“, also Buch, Website, Angebot, was auch immer. Es sind Entscheidungen, Technik, Sichtbarkeit, Durchhaltevermögen und dieses ständige Gefühl, dass man etwas übersehen hat. Und genau da wird „ausprobieren“ teuer, weil es Zeit und Geld frisst, ohne dass man sofort merkt, ob es der richtige Weg ist. Das ist das, was mich daran so mürbe macht. Nicht die Arbeit an sich, sondern dieses Unklare. Ich kann mich reinhängen, ich kann Dinge umsetzen, aber ich weiß nicht, ob ich gerade in die richtige Richtung renne oder nur schneller im Kreis. Und wenn man neben Schichtarbeit startet, ist Zeit nicht einfach „eine Lernphase“. Es kostet Kraft.

Notiz an mich:

Vieles wird leichter dargestellt, als es ist.

Der Punkt, an dem ich Ergebnisse brauche – nicht nur Motivation

Ich kann mir noch so oft sagen, dass es ein Prozess ist. Dass man Geduld braucht. Dass man erst lernen muss, bevor etwas zurückkommt. Das stimmt ja auch. Nur kommt bei mir irgendwann der Moment, an dem sich das nicht mehr beruhigend anhört, sondern wie ein Satz, den man sich sagt, damit man nicht durchdreht.

Als Anfänger im Online-Business sehe Ergebnisse nicht als Bonus, sondern als Ziel. Ich will raus aus der Schichtarbeit, ich will etwas erreichen, ich will leben und nicht nur existieren. Nicht irgendwann, wenn ich zufällig genug Zeit hatte, mich auszuprobieren, sondern am liebsten gestern. Und genau da wird es schwierig, wenn ich merke, dass ich zwar mache und mache, aber nichts passiert, das mich näher an dieses Ziel bringt. Dann ist Motivation plötzlich nicht mehr das Problem. Dann ist eher die Frage, ob das, was ich gerade tue, überhaupt in die richtige Richtung geht.

Ich merke das ganz stark bei KDP. Mein Herz hängt da dran. Ich mag den Prozess. Ich mag die Gestaltung, ich mag dieses Gefühl, etwas fertig zu erstellen. Nur bringt mir das nichts, wenn am Ende wieder ein Buch rauskommt und nichts passiert. Das ist nicht nur enttäuschend, das macht auch müde. Weil ich dann nicht nur Zeit investiert habe, sondern auch wieder Hoffnung.

Deshalb brauche ich gerade Abstand. Nicht, weil ich aufgebe. Sondern weil ich als Anfänger im Online-Business aufpassen muss, dass ich nicht einfach nur weitermache, um mir zu beweisen, dass ich weitermache. Ich brauche Ergebnisse, sonst ist das hier kein Aufbau, sondern Beschäftigung. Und das will ich nicht. Ich will, dass sich mein Alltag verändert.

Notiz an mich:

„Ich brauche Ergebnisse, nicht nur Beschäftigung.“

Was ich heute anders sehe – und was ich anderen mitgeben würde

Ich habe früher oft geglaubt, dass andere einfach „weiter“ sind, weil sie irgendwas verstanden haben, was ich nicht verstanden habe. Heute sehe ich das etwas nüchterner. Viele zeigen nach außen nur den Teil, der gut aussieht. Und viele erzählen ihre Angst so, als wäre es ein Gesetz. „Lass das lieber“, „das klappt eh nicht“, „das ist nur was für Leute mit Glück“. Ich habe so etwas viel zu lange übernommen, ohne es überhaupt zu merken.

Was sich bei mir verändert hat, ist nicht, dass ich plötzlich den perfekten Plan habe. Den habe ich nicht. Ich bin immer noch im Prozess, ich zweifle immer noch, ich bin manchmal genervt und manchmal müde. Aber ich nehme diese Grenzen nicht mehr automatisch als meine an. Ich kann mir anhören, was andere sagen, und trotzdem bei mir bleiben.

Und ich glaube, das ist auch das Einzige, was ich wirklich „mitgeben“ kann, ohne dabei so zu tun, als hätte ich die Lösung. Man muss Dinge ausprobieren, um rauszufinden, was passt. Nicht alles wird funktionieren. Nicht alles liegt an einem selbst. Und trotzdem ist es besser, eigene Erfahrungen zu sammeln, als sich ein Leben lang von fremden Ängsten bremsen zu lassen. Und ich wünsche jedem mehr von diesen Momenten, zur richtigen Zeit am richtigen Ort.

Notiz an mich:

„Vernünftig heißt nicht automatisch richtig.

Wenn du wissen willst, warum ich das Ganze überhaupt neben dem Job mache und warum ich Ergebnisse brauche, lies auch „Selbstständig werden neben Job“. Da steht der Grundgedanke hinter allem.

Und weil mein Kopf gern zehn Ideen gleichzeitig hat, passt „Scanner vs. Taucher“ dazu. Das erklärt ziemlich gut, warum Fokus für mich als Anfänger im Online-Business nicht einfach nur eine Frage von Disziplin ist.

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